Dienstag, 31. März 2009

Memory of a Dream I - Eine Liebe mit Hinternissen




Eigentlich war es nur eine Idee unter Freundinnen beim Eis-essen: Jenny und Tina möchten ihr großes Idol – den erfolgreichen amerikanischen Entertainer Barry – in Palm Springs besuchen.

Als dieser Wunsch sich erfüllt und die beiden Frauen in Kalifornien eintreffen, entwickelt sich zwischen Jenny und Barry eine heftige Romanze. Doch kann ihre Liebe den Wirren des fremden Alltags, den Herausforderungen des Showgeschäfts und Jennys Heimweh nach Deutschland trotzen? Als Barry nach einem Herzinfarkt auch noch ins Koma fällt, scheint Jennys großer Traum wie eine Sternschnuppe zu verglühen. Gibt es noch Hoffnung auf ein Comeback – in der Liebe und im Showgeschäft?

Leseprobe:
Koma
Das Koma


Als Barry nicht ans Telefon ging, sprach Jenny ihm auf den Anrufbeantworter, dass sie dringend mit ihm reden müsse und er deshalb zurückrufen solle. Dann bereiteten die beiden Frauen ihr Abendessen zu.
Kerstin überhäufte ihre Freundin mit guten Ratschlägen über gesunde Ernährung in der Schwangerschaft und um ihr zu beweisen, dass gesundes Essen nicht unbedingt langweilig schmecken muss, probierten sie ein neues Rezept aus einer Frauenzeitschrift aus: gebratene Makrele an Vollkornnudeln und gegrilltem Gemüse.
Nach dem Essen machten sie es sich mit einem Schälchen Eiscreme auf dem Sofa gemütlich und Kerstin schaltete den Fernseher an.
Was sie dann in den Nachrichten erfuhren, war unfassbar. Jenny ließ ihren Löffel fallen und sprang erschrocken auf. Alles um sie herum drehte sich und von ganz weit entfernt drang die Stimme des Sprechers in ihr Bewusstsein, der die schlimme Neuigkeit noch einmal wiederholte.
„Der bekannte amerikanische Entertainer und Musikstar Barry, der heute eigentlich seine neue Tournee quer durch die USA starten wollte, wurde in der vergangenen Nacht gegen 22 Uhr Ortszeit mit einem Herzinfarkt in ein Krankenhaus in Palm Springs eingeliefert. Unbestätigten Berichten zufolge soll seine Haushälterin ihn leblos in seinem Badezimmer aufgefunden haben, nachdem sie mehrmals vergeblich versuchte, ihn ans Telefon zu rufen. Seine behandelnden Ärzte wollten heute keine weiteren Auskünfte über den Gesundheitszustand des Sängers und Pianisten geben.“

Jennys Herz setzte für einen Schlag aus. Und auch Kerstin war aufgesprungen und nahm ihre Freundin in den Arm.
„Ich … ich … muss zu ihm. Gleich!“, stotterte Jenny.
„Los, pack deine Sachen! Wir fahren zum Flughafen! Du fliegst mit der nächsten Maschine nach Palm Springs und ich kümmere mich hier um alles! Morgen rufe ich deine Eltern an. Wir kriegen das schon hin!“ Kerstin schaltete den Fernseher aus und schob Jenny aus dem Zimmer.

Nach einem endlos langen Flug kam Jenny endlich in Palm Springs an. Hier versuchte sie gleich, Tina und Marc zu erreichen, doch sie hatte kein Glück. Wahrscheinlich waren alle im Krankenhaus bei Barry. Doch in welchem Hospital lag er? Immerhin hatte die Stadt mehr als ein halbes Dutzend Krankenhäuser.
Jenny rief sich ein Taxi und ließ sich zu Barrys Villa fahren.
Das Tor war verschlossen, aber sie konnte erkennen, dass Gloria im Garten war und arbeitete.
„Gloria!“, rief sie laut und immer wieder und winkte dabei wie wild, doch die Haushälterin schien Jenny nicht zu hören.
So ein Mist! Was mache ich nun? Jenny schlug die Hände vors Gesicht und war den Tränen nahe.
Das Taxi! Das war die Idee!
Die junge Frau lief zurück zum Wagen, in dem sich noch ihr Gepäck befand, und bat den Fahrer, so lange und so laut zu hupen, bis Gloria auf ihr Spektakel aufmerksam wurde.
Der Taxifahrer schaute Jenny zwar erst etwas verdutzt an, fand aber schließlich Gefallen daran, so eine pikfeine Gegend, wo augenscheinlich nur reiche Pinkel lebten, mit einem schrillen Hupkonzert ein wenig zu schocken.
„Wie Sie wünschen, Ma’am … Dann wollen wir mal!“, sagte er nach einigem Überlegen und klemmte sich hinter das Steuer. Wenige Augenblicke später durchbohrte eine markerschütternde Tute die Idylle der Villensiedlung. Wieder und wieder hupte der Taxifahrer und Jenny lief zurück zum Tor und wartete auf Glorias Reaktion.
Wie erwartet, erschrak die Haushälterin ob der ungewöhnlichen Geräuschkulisse und blickte sich fragend um. Sie erkannte Jennys Gestalt vor dem Zaun und rappelte sich hoch.
„Miss Jenny!“, rief sie noch im Laufen. „Miss Jenny! Bin ich froh, dass Sie wieder da sind!“ Gloria öffnete das Tor und stürmte auf die junge Frau zu. „Miss Jenny! Gott sei Dank! Mister Barry war nicht mehr derselbe, seit Sie weggefahren sind! Er hat nichts mehr gegessen und war sehr traurig. Er wollte niemanden mehr sehen. Er hat sich mit dem Telefon in seinem Arbeitszimmer eingeschlossen und immerzu auf Ihren Anruf gewartet, Miss Jenny!“
„Beruhigen Sie sich, Gloria!“ Jenny nahm die Haushälterin in den Arm. „Könnten Sie mir bitte erst einmal mit meinem Gepäck helfen? Ich hatte einen langen Flug und könnte ein Glas Wasser gut vertragen.“
„Aber natürlich, Miss Jenny! Kommen Sie herein!“
Die Frauen gingen zurück zum Taxi und Jenny gab dem Fahrer ein Extra-Trinkgeld für seine Mühe. Der bedankte sich mit einem breiten Grinsen und brauste davon.

Jenny saß in der Küche und blickte sich um. Es war wunderschön hier – jedoch so furchtbar leer ohne Barry. Und plötzlich war sie wieder da, diese Angst. Die Angst, dass Barry den schrecklichen Herzinfarkt nicht überleben könnte. Tränen stiegen in ihr hoch und sammelten sich in ihrem Augenwinkel, als Gloria an den Tisch trat und einen Bagel und ein Mineralwasser vor sie hinstellte.
„Hier, Sie müssen sich stärken, Miss Jenny!“, sagte Gloria freundlich und lächelte.
„Danke, Gloria. Aber ich wollte gleich ins Krankenhaus fahren. Essen kann ich auch noch später.“
„Nichts da! Sie hatten eine lange Reise. Sie müssen sich erst einmal ausruhen. Mister Barry läuft nicht weg. Er ist in guten Händen und außerdem sind Mister Marc und Miss Tina bei ihm.“ Gloria schob den Teller näher an Jenny heran.
„Vielleicht haben Sie Recht, Gloria … Aber ich möchte so gern bei ihm sein. Ich fühle mich irgendwie schuldig an dem, was geschehen ist. Wäre ich nicht nach Deutschland zurückgeflogen, dann wäre das alles vielleicht nicht passiert?“ Jenny schluchzte.
„Das wissen Sie doch gar nicht, Miss Jenny. Gottes Wege sind unergründlich, hat meine Mutter immer gesagt. Aber jetzt sind Sie da. Hat Mister Marc Sie angerufen?“
„Nein, Gloria. Ich habe es gestern Abend aus den Nachrichten im deutschen Fernsehen erfahren und bin sofort mit der nächsten Maschine hierher geflogen. Das war vielleicht ein Schock!“ Sie wischte sich eine Träne von der Wange. „Wissen Sie, in welchem Krankenhaus Barry liegt?“
„Sie haben ihn ins Desert Hospital gebracht. Soll ich Ihnen ein Taxi rufen, Miss Jenny?“
„Danke, Gloria. Das wäre sehr nett.“ Jenny lächelte und steckte sich ein Stück des Bagels in den Mund.

Eine halbe Stunde später kam Jenny im Desert Hospital an.
Als sie die Eingangshalle betrat, sah sie, dass es hier von Reportern nur so wimmelte. Als die Meute Jenny erblickte, rannten alle auf sie zu und fotografierten wie wild. Ein Stimmengewirr brandete auf, aus dem Jenny nur vereinzelte Worte verstehen konnte.
Sie schaute sich Hilfe suchend um und erkannte Marc, der sich durch das Gewimmel drängte. „Gestatten Sie, meine Herrschaften? Darf ich mal? He, gehen Sie zur Seite und lassen Sie die Lady in Ruhe!“ Er winkte Jenny zu sich heran, packte sie wortlos am Arm und schob sie in Richtung Fahrstuhl.
Als sich die Türen endlich geschlossen hatten, sagte Marc: „Gott sei Dank, Jenny, du bist da! Ich habe ständig probiert, bei dir in Deutschland anzurufen, aber niemand ging ran!“
„Es tut mir leid! Ich war nicht zu Hause. Ich habe bei einer Freundin übernachtet. Von Barrys Herzinfarkt habe ich aus den Nachrichten erfahren.“ Jennys Stimme wurde schwach und sie begann zu zittern. „Wie geht es ihm?“
„Nun, wir wissen es nicht. Barry liegt im Koma. Die Ärzte sagen, man müsse abwarten, was die nächsten Tage bringen. Jenny, ich möchte dich vorwarnen: Wenn du gleich Barrys Zimmer betrittst, bitte erschrick nicht! Er hat überall Schläuche und ist an Maschinen angeschlossen, die seinen Zustand überwachen.“
„Okay, Marc. Danke. Wo ist Tina?“ Jenny drückte Marcs Hand.
„Sie ist im Moment bei Barry und wartet dort auf dich. Gloria hat uns Bescheid gesagt, dass du kommst.“
Jenny nickte. Marcs Worte machten ihr Angst und sie fühlte, wie Übelkeit in ihr aufstieg.
„Ist alles okay, Jenny? Du bist so blass?“, fragte Marc besorgt.
„Danke. Es geht schon.“
Der Fahrstuhl hielt und Jenny hatte das Gefühl, dass ihr Herz zerspringen würde. Was würde sie in Barrys Zimmer erwarten? Würde sie ihn wiedererkennen? Würde er sie erkennen?
Sie atmete tief durch und die Türen des Lifts öffneten sich.

Jenny und Marc traten auf den Gang hinaus und Jenny blickte sich um. Der Flur war lang und schmal und die Wände waren weiß getüncht. Zahlreiche grüne Türen mit großen schwarzen Zahlen darauf gingen links und rechts davon ab. Eine Art Glaskasten, in dem Jenny einige Ärzte und Schwestern im Gespräch erkennen konnte, lag dem Fahrstuhl genau gegenüber. Das war wohl das Schwesternzimmer. Daneben hingen zwei Leuchtkästen an der Wand. Auf einem war ein Röntgenbild angeheftet worden und ein junger afroamerikanischer Arzt mit einem weißen Kittel zeichnete mit Lineal und Folienschreiber etwas darauf ein.
Ein schrilles Piepen ertönte und Jenny und Marc mussten einen Schritt zur Seite treten, als plötzlich ein paar Krankenschwestern den Gang entlangstürmten. Der junge farbige Arzt steckte schnell seinen Stift ein und eilte den Frauen hinterher in ein Zimmer, über dessen Tür ein rotes Licht blinkte.
Panik schoss Jenny in die Glieder. Barry! Doch Marc drückte ihre Hand und wies auf eine andere Tür, den Gang aufwärts, aus der Tina gerade trat und sich erschrocken umsah.
„Tina!“, rief Jenny erleichtert und rannte ihrer Freundin entgegen.
„Jenny! Gott sei Dank!“
Die Frauen fielen sich in die Arme und Jenny konnte ihre Tränen nicht mehr zurückhalten. Sie begann hemmungslos zu weinen.
„Ist ja gut, Süße!“, sagte Tina leise. „Nicht weinen! Es wird bestimmt alles wieder gut.“ Sie streichelte Jennys Wange. „Du solltest zu ihm gehen. Marc und ich werden erst einmal nach Hause fahren. Es gibt noch so viele Dinge zu regeln. Du bist ja jetzt hier. Wir kommen morgen früh wieder.“ Tina öffnete die Tür und Jenny trat in Barrys Krankenzimmer.

Jenny erschrak, als sie Barry in diesem riesigen Krankenbett liegen sah, angeschlossen an all diese seltsamen Geräte, die laut brummten und in regelmäßigen Abständen Pieptöne von sich gaben. Rechts neben seinem Bett stand ein Monitor, mit dessen Hilfe Barrys Herztöne sichtbar gemacht wurden. Mit jedem Piepen der Maschine schlug die Linie aus.
Die Geräusche der Geräte hallten laut in Jennys Kopf wider. Das konnte doch alles nicht wahr sein! Das war nicht Barry – ihr Barry –, der da in diesem Bett lag und aussah wie tot! Schwindel überfiel sie und sie musste sich setzen. Schwer ließ sie sich in den Stuhl am Fußende des Krankenbettes fallen.
Die Tür ging auf und ein Arzt in grüner OP-Kleidung trat herein.
„Sie müssen Miss Brückner sein. Mister Warren hat mir gerade Bescheid gesagt, dass Sie eingetroffen sind. Ich bin Doktor Cartwright.“ Er gab Jenny die Hand.
„Hallo, Doktor. Wie geht es ihm?“ Jenny wischte sich verstohlen eine Träne aus dem Augenwinkel.
„Nun, den Umständen entsprechend. Er ist sehr schwach, aber er wurde glücklicherweise noch rechtzeitig gefunden, so dass wir davon ausgehen, dass das Gewebe seines Herzens nicht weiter geschädigt wurde. Genaues können wir aber noch nicht sagen. Das müssen die nächsten Stunden ergeben. Ich gehe davon aus, dass Sie bei ihm bleiben möchten?“
Jenny nickte.
„Okay, Miss Brückner. Ich lasse Ihnen einen Kaffee bringen.“ Doktor Cartwright nickte ebenfalls und verließ den Raum.
Es dauerte nicht lange und eine junge dunkelhäutige Krankenschwester erschien, die Jenny eine Thermoskanne Kaffee und eine Tasse brachte. Sie sagte nichts, sondern lächelte Jenny nur freundlich zu, dann ging sie zu den Geräten an Barrys Krankenbett. Sie schaute sich alles an, drehte den Tropf hin und her und nickte beruhigt. Dann verschwand sie wieder.
Jenny schob sich den Stuhl neben das Bett und setzte sich. Ihr Blick glitt durch das Zimmer, an den seltsamen Maschinen entlang, die Barry am Leben zu halten schienen, bis hinüber zum Fenster. Draußen dämmerte es bereits. Glutrot machte sich die Sonne daran, über der Wüste unterzugehen.
Jenny gähnte. Erst jetzt fühlte sie ihre Müdigkeit, aber dafür umso eindringlicher. Sie strich dem schlafenden Barry über sein fahles Gesicht, legte ihren Kopf auf ihre Arme auf der Bettkante und schlief sofort ein.

Dunkle Träume krochen in Jennys Geist.
Immer wieder hörte sie Barry sagen: „Bitte geh nicht! Bleib bei mir! Ich brauche dich! Es geht mir nicht gut ohne dich!“
Und immer wieder schüttelte sie im Traum den Kopf und antwortete verärgert: „Nein, Barry! Ich muss gehen! Lass mich los!“
Dann fand sie sich auf einmal ganz allein in seiner riesigen Villa wieder. Barry war verschwunden und Jenny suchte ihn überall. Sie rannte durch die Flure, die stockdunkel waren und ihr endlos erschienen, riss alle Türen auf – doch er blieb wie vom Erdboden verschluckt.
„Barry? Wo bist du?“, hörte sie sich rufen und ein millionenfaches Echo hallte von den schwarzen Wänden wider.
Angsterfüllt tastete sich Jenny bis an das Ende des Flures. Dort leuchtete eine Tür glühend rot in der teuflischen Schwärze.
„Barry? Bist du da drin?“
Die gespenstische Tür öffnete sich und Jenny stand plötzlich in einem kreisrunden Raum ohne Fenster, der von einem roten flackernden Licht ausgefüllt war. In der Mitte stand ein Krankenbett. Medizinische Geräte piepten schrill.
Ganz langsam und sachte schlich sich Jenny an das Bett heran. „Barry?“
Als sie auf den Kranken hinabsah, erkannte sie ihren Geliebten und wollte schon durchatmen, doch plötzlich hörte die Maschine auf zu piepen. Stille herrschte in diesem seltsamen Zimmer. Totenstille! Nur das rote Licht flackerte noch.
Jenny erschrak und wollte nach dem EKG schauen, da wurde der Raum in gleißend helle Beleuchtung gehüllt. Jenny musste sich die Hand vor die Augen halten. Sie konnte fast nur erahnen, wie sich die Gestalt in dem Krankenbett aufrichtete, den Arm ausstreckte und mit dem Zeigefinger auf sie wies. Dann hörte sie Barrys donnernde Stimme: „Du hast mir das angetan!“

Jenny schrak hoch. Ihr Herz schlug wie wild. Es war stockfinster im Zimmer. Wie spät war es eigentlich? In der ganzen Aufregung hatte Jenny vergessen, ihre Uhr zu stellen. Diese zeigte immer noch die deutsche Zeit an. So ein Mist!
Jenny hörte mit klopfendem Herzen, aber voller Erleichterung dem gleichmäßigen Piepen der Maschinen zu, dann stand sie auf und verließ das Krankenzimmer.
Der Flur war immer noch hell erleuchtet. Eine ältere grauhaarige Krankenschwester kam auf Jenny zu und fragte: „Alles okay, Miss?“
Jenny nickte. „Wie spät ist es?“
Die Schwester wies zum Ende des Ganges. Dort konnte Jenny eine große Uhr entdecken. Es war kurz nach Mitternacht.
„Sagen Sie, wo kann ich mich kurz frisch machen?“, fragte Jenny mit leiser Stimme.
„Kommen Sie, Miss! Ich bringe Sie hin.“ Die Schwester lächelte und hakte sich bei Jenny ein.

Jenny erwachte, als eine Hand sie sanft über den Kopf streichelte. Marc und Tina standen neben ihr. Die Sonne war schon aufgegangen und Jenny konnte kaum glauben, dass sie so lange in dieser unbequemen Haltung an Barrys Bett geschlafen hatte.
„Hallo, Jenny! Wir haben dir einen Kaffee mitgebracht.“ Tina hielt ihr einen Becher mit dampfendem Inhalt entgegen. „Irgendwelche Veränderungen?“
„Guten Morgen, ihr zwei. Danke für den Kaffee. Nein, nichts. Alle Werte unverändert.“ Jenny erhob sich und streckte ihre Glieder aus.
In diesem Moment ging die Tür auf und Doktor Cartwright betrat mit vier Medizinstudenten den Raum.
„Guten Morgen, Herrschaften!“ Er trat an Barrys Krankenbett und beäugte kritisch den Monitor. „Hm. So, wie es aussieht, hat er die Nacht gut überstanden. Mister Warren, kann ich Sie und die beiden Damen bitte kurz draußen sprechen?“
Jenny nickte und folgte dem Arzt auf den Gang.
„Hören Sie“, begann Doktor Cartwright schließlich. „Ich weiß, Sie alle machen sich große Sorgen, aber so, wie es aussieht, ist der Zustand des Patienten erst einmal stabil. Sie können im Moment nichts für ihn tun, deshalb würde ich vorschlagen, dass Sie nach Hause gehen. Machen Sie sich frisch. Schlafen Sie sich aus. Ich habe für den heutigen Tag eine Reihe von Tests angeordnet. Das wird voraussichtlich bis zum Abend dauern. Bitte nutzen Sie die Zeit ebenfalls.“ Er klopfte Marc beruhigend auf die Schulter.
„Okay, Doktor.“ Marc nickte.
„Darf ich heute Abend wiederkommen?“, fragte Jenny ängstlich.
„Selbstverständlich, Miss Brückner.“ Doktor Cartwright lächelte milde.
„Ich bringe dich heute Abend sogar wieder her, Jenny“, sagte Tina und gab dem Arzt die Hand. „Aber jetzt fahren wir erst mal nach Hause. Du bleibst heute bei uns!“
Jenny nickte dankbar und nahm ihre Freundin in den Arm.

Die Sonne ging gerade unter, als Jenny am Abend wieder Barrys Krankenzimmer betrat.
Sie war sichtlich erstaunt, denn die Ärzte hatten Barry von den Maschinen genommen. Keine Schläuche und kein ohrenbetäubendes Piepen und Brummen mehr. Die junge Frau atmete auf. Das war ein gutes Zeichen.
Sie setzte sich an das Krankenbett und streichelte Barrys Hand.
„Hallo, Barry!“, flüsterte sie. „Du hast mir vielleicht einen Schrecken eingejagt! Was machst du nur?“ Sie sah ihn an. Es sah aus, als würde er friedlich schlafen. Jenny atmete tief durch. „Ich bin sofort mit der nächsten Maschine wieder hier hergeflogen, als ich von deinem Herzinfarkt erfahren habe. Du glaubst gar nicht, welch große Vorwürfe ich mir mache, weil ich nicht bei dir geblieben bin. Ach, Barry … Ich wünschte, du würdest aufwachen und mir sagen, dass das alles nicht meine Schuld ist, dass das alles ein böser Traum ist.“ Jenny schluchzte und küsste Barrys Hand. Ihre Tränen tropften auf seine weiche Haut, die ihr so fremd und doch so vertraut vorkam. „Bitte, Barry, wach doch wieder auf! Ich habe dir so viel zu sagen.“ Dabei dachte sie an das Kind, das sie unter ihrem Herzen trug. Jenny konnte sich nicht vorstellen, dass der Kleine ohne Vater aufwachsen müsste. Sie nahm Barrys Hand in ihre Hände und bedeckte sie über und über mit zärtlichen Küssen. „Es ist seltsam … Eigentlich sind Tina und ich nach Palm Springs gekommen, um zu sehen, wie du lebst, wie du privat bist. Nie hätte ich gedacht, dass ich mich in dich verlieben könnte. Und nie hätte ich gedacht, dass ich jemals so viel Angst um dich haben könnte. Nun, das Schicksal geht manchmal sehr verschlungene Wege, Barry. Und darum sitze ich jetzt hier, habe alles in Deutschland hinter mir gelassen, und alles, was ich möchte, ist, dir in die Augen zu schauen, dein Lächeln zu sehen, deinen Kuss zu spüren, wenn ich dir sage, dass wir ein Kind erwarten.“ Jenny stockte. Sie schaute in Barrys Gesicht, das von den letzten Sonnenstrahlen dieses scheidenden Tages noch schwach erhellt wurde. Ja, sie liebte diesen Mann. Ja, sie wollte mit ihm zusammen sein – jetzt und für immer. Sie streichelte seine Wange, nahm seine Hand wieder fest in ihre und ließ sich in das Polster ihres Stuhles sinken.
Schwere Dunkelheit hüllte das Zimmer ein. Alles um sie herum schwieg, nur die Klimaanlage summte eine leise monotone Melodie, über der Jenny schließlich einschlief.

Sie träumte davon, mit Barry am Grab seiner Mutter zu stehen. Die Blätter der Bäume um sie herum rauschten sacht. Ein kühlender Wind strich ihr durchs Haar und wehte von der angrenzenden Wiese das Rufen eines dünnen Kinderstimmchens an ihr Ohr. „Mommy! Daddy!“
Jenny drehte sich zu Barry um und lächelte ihn an. Er strahlte zurück und drückte ihre Hand ganz fest.

Das ist ein schönes Gefühl, dachte Jenny im Halbschlaf. Sie spürte wieder den Druck seiner Hand und seine weiche Haut. Traumhaft!
Plötzlich schreckte sie hoch. Das war kein Traum! Das war real!
Im frühen Licht des Morgens erkannte sie, dass Barry die Augen aufgeschlagen hatte und sie anlächelte.

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Memory Of A Dream I - Love against all odds


Coma

When Barry didn’t answer his phone Jenny left a message telling him she urgently needed to talk to him and could he please call her back. After that the two women made dinner.
Kerstin bombarded her friend with advice about healthy eating during pregnancy and to prove that healthy food didn’t necessarily mean boring, they tried out a new recipe from a woman’s magazine: fried mackerel with whole wheat pasta and grilled vegetables.
After dinner they made themselves comfortable on the couch with a bowl of ice cream and Kerstin switched on the TV.
But what they found out in the news was unbelievable. Jenny dropped her spoon and jumped up. The world was turning around her and from faraway she could hear the voice of the news person repeating the awful news again.

The famous American entertainer and musician Barry, who was supposed to start his US tour today, was rushed to a hospital in Palm Springs at 10pm local time last night. He had suffered a heart attack. According to an unknown source he was found unconscious in his bathroom by his housekeeper after she had tried to call him on the phone numerous times. So far his doctors have refused to give any information about the condition of the singer and pianist.

Jenny’s heart stopped for a split second. Kerstin had jumped off the couch too, taking her friend in her arms.
“I …I … I have to get to him. Immediately.” Jenny stammered.
“Okay, pack your bags. We’re going to the airport. You are leaving on the next plane to Palm Springs and I will look after everything here. I’ll call your parents tomorrow. We can do this!”
Kerstin switched off the TV and pushed Jenny out of the room.
After a seemingly endless flight Jenny arrived in Palm Springs. She immediately tried to reach Tina and Marc, but no luck. They were probably all in the hospital with Barry. But which hospital would he be in? After all, the city had over a dozen hospitals. Jenny called a cab to get to Barry’s villa.
The door was closed but she could see Gloria working in the garden.
“Gloria!” Jenny kept shouting and waving but Gloria didn’t seem to hear her.
Darn it! What am I to do now? Jenny buried her face in her hands, almost crying.
The taxi! That was the solution! The young woman walked back to the car which still contained her luggage and asked the driver to honk as loud and as long as possible – until Gloria would finally notice them. The cab driver looked at her bewildered but actually started to like the idea of shocking this posh area, where obviously all the wealthy lived, with a little honking performance.
“If that’s what you want Ma’am …Let’s get started!”, he said after thinking for a little while and got behind his wheel. Seconds later the piercing sound of his honking penetrated the idyllic neighborhood. Again and again the taxi driver honked and Jenny went back to the gate to wait for Gloria’s reaction. As anticipated, the housekeeper looked around completely stunned, trying to locate the source of the noise. She recognized Jenny outside the fence and got up.
“Miss Jenny!”, she cried, still running. “Miss Jenny, I am so glad to see you are back!” Gloria opened the gate and rushed towards the young woman. “Miss Jenny, thank God! Mister Barry hasn’t been himself ever since you left. He didn’t want to eat anything and was so sad. He didn’t want to see anybody. He just locked himself in the bathroom with the phone, waiting for your call!”
“Calm down, Gloria!” Jenny took the housekeeper in her arm. “Could you please just help me with my luggage first? I had a long flight and could do with a glass of water!”
“Of course, Miss Jenny! Come in!”
The women walked back to the taxi where Jenny gave the driver a huge tip for all his help. He thanked her with a big grin and sped off.
Jenny sat in the kitchen and looked around. It was lovely here – but horribly empty without Barry. And suddenly the fear came back. The fear that Barry wouldn’t survive this terrible heart attack. Tears collected in the corner of her eyes when Gloria came in and put a bagel and a glass of mineral water in front of Jenny.
“Here, you have to be strong!”, Gloria said in a friendly tone and smiled.
“Thank you, Gloria. But I really want to get to the hospital straight away. I can eat later.”
“Oh, no! You had a long journey and need to recover a bit. Mister Barry is not going anywhere. He is in good hands and has Mister Marc and Miss Tina to keep him company.” Gloria pushed the plate towards Jenny.
“Maybe you are right, Gloria. But I just want to be with him. I somehow feel responsible for what happened. If I hadn’t gone to Germany maybe this would not have happened?” Jenny sobbed.
“But you don’t know that Miss Jenny. God’s ways are mysterious, my Mom always used to say. But now you are here. Did Mister Marc call you?”
“No, Gloria. I found out watching the news in Germany last night and took the next plane immediately. It was such a shock!” She wiped a tear off her face. “Do you know which hospital Barry is in?”
“They took him to the Desert Hospital. Shall I call you a cab, Miss Jenny?”
“Thank you, Gloria. That would be so kind!” Jenny smiled and put a piece of bagel into her mouth.
Half an hour later Jenny arrived in the Desert Hospital.
When she walked into the entrance hall she saw the place was crowded with paparazzi. When they spotted her they all rushed towards her, taking photos like crazy. Voices got louder but Jenny could only make out some words. She looked around for help and recognized Marc making his way through the crowd. “Excuse me please? May I? Hey, move away and leave the lady alone!” He waved to Jenny, took her arm without a word and maneuvered her towards the elevator. When the doors had finally closed he said: “Thank God you are here, Jenny! I tried to call you all the time in Germany but there was never an answer!”
“I am sorry, I wasn’t home. I stayed with a friend. I learned about Barry’s heart attack from the news!” Jenny’s voice weakened and she started shaking. “How is he?”
“Well, we don’t know. Barry is in a coma. The doctors say we have to wait and see what happens over the next few days. Jenny, I want to warn you. When you go into Barry’s room, don’t be shocked. He has tubes everywhere and is on all those machines that monitor him.”
“Okay, Marc. Thank you. Where is Tina?” Jenny squeezed Marc’s hand.
“She is with Barry at the moment, waiting for you. Gloria told us you were on your way.”
Jenny nodded. She was scared by Marc’s words and felt nausea rising inside her.
“Are you alright, Jenny? You are so pale!” Marc was worried.
“Thanks, I am fine.”
The elevator stopped and Jenny felt like her heart was about to burst. What would she see in Barry’s room? Would she recognize him?
She took a deep breath and the elevator doors opened. Jenny and Marc stepped into the corridor and Jenny looked around. The hallway was long and narrow with the walls painted white. There were numerous green doors to the left and right with big black numbers on them. A little room with glass walls was opposite the elevator and Jenny could see some nurses and doctors inside, talking to each other. This was obviously the nurse’s room. Next to it on the wall were two illuminated boxes. Someone had pinned an X-ray on one of them and a young African-American doctor in a white coat was making some marks in it with a pen and a ruler. Suddenly there was a shrill beeping sound and Jenny and Marc had to step aside when suddenly a few nurses came rushing along the corridor. The young black doctor put his pen away and followed the women into a room with a red light flashing above the door.
Panic numbed Jenny. Barry! But Marc squeezed her hand and pointed to a different door up the hall, where Tina was coming out just now, looking surprised.
“Tina!”, Jenny shouted relieved and ran towards her friend.
“Jenny, thank God!”
The women held each other and Jenny could no longer hold back her tears. She started weeping uncontrollably.
“It’s alright, Sweetie”, Tina said. “Don’t cry! It is going to be fine!” She stroked Jenny’s cheek. “You should go and see him. Marc and I will go home for now. There are so many things to be organized. You are here now. We’ll be back tomorrow morning.”
Tina opened the door and Jenny stepped inside Barry’s hospital room.
Jenny was horrified when she found Barry in this huge hospital bed, connected to all those weird machines that made humming noises and beeped in regular intervals. To the right side of the bed was a monitor that showed Barry’s heart beat. With every beep of the machine the line went up. The sounds of the machines were echoing inside Jenny’s head. All this could not be true! This wasn’t Barry - her Barry-, who was lying in this bed, looking like a dead man. She let herself drop onto a chair. The door opened and a doctor in a green surgeon uniform came in.
“You must be Miss Bruckner. Mister Warren has just informed me you arrived. I am Doctor Cartwright.”
He shook Jenny’s hand.
“Hello, doctor. How is he?” Jenny secretly wiped a tear out off the corner of her eye.
“He is doing okay under the circumstances. He is very weak, but fortunately he was found just in time so we can probably safely assume his heart tissue wasn’t damaged. We can’t really say anything more right now; we have to wait for a few hours. I imagine you want to stay with him?”
Jenny nodded.
“Okay, Miss Bruckner. I’ll ask someone to get you a coffee.” Doctor Cartwright nodded briefly and left the room.
After a short while a young black nurse appeared and handed Jenny a thermos and a cup. She didn’t say anything but smiled at Jenny and then attended to the machines at Barry’s bedside. She looked a t everything, turned the IV around a bit and looked pleased. Then she disappeared.
Jenny pulled a chair next to the bed and sat down. She glanced around the room, to all the strange machines that kept Barry alive and over to the window. It was getting dark outside. A blood red sun was about to disappear behind the desert. Jenny yawned. Only now did she suddenly feel tired. She stroked over sleeping Barry’s pale face, rested her head and her arms on the edge of the bed and fell asleep immediately.
Dark dreams sneaked into her.
She heard Barry say over and over again: “Please don’t go! Stay with me! I need you! I am not doing so good without you!” And over and over again she shook her head in her dream and answered in an annoyed voice:” No, Barry! I have to go! Let go of me!” Then she suddenly found herself alone in his huge villa. Barry had disappeared and jenny was looking for him all over the place. She raced through the hallways, which seemed pitch dark and endless, opened all the doors, but he remained gone.
“Barry, where are you?”, she heard herself call, her voice echoing off the black walls a million times. Full of fear Jenny felt her way to the end of the hallway. A door was glowing burning red in the ghastly blackness.
“Barry? Are you in there?” The ghastly door opened andJjenny suddenly found herself in a circular room with no windows, where red lights flickered everywhere. In the middle of the room stood a hospital bed. Medical machines made beeping noises. Slowly and gently Jenny moved towards the bed. “Barry?” When she looked down on the sick man she recognized her lover, but just when she was about to take a relieved breath the noise from the machines stopped. The strange room was silent. Dead silent! Only the red light kept flickering.
Jenny was frightened and wanted to look at the heart monitor when suddenly the room was showered in gleaming bright light. Jenny had to put a hand in front of her eyes.
She could only sense the figure in the bed sitting up, raising an arm and pointing at her with a finger. Then she heard Barry’s roaring voice: “You did this to me!”

Jenny woke up startled. Her heart was racing. It was completely dark in the room. What time was it? In all the restlessness Jenny had forgotten to change her watch. It still showed the German time. Darn it!
Relieved, but with a thumping heart Jenny heard the beeping of the machines, then she got up and left the room. The hallway was still lit up. An elderly nurse with gray her came to her and asked:
“Everything okay, Miss?”
Jenny nodded. “What time is it?’ The nurse pointed to the end of the corridor, where Jenny could see a big clock. It was just before midnight.
“Can you tell me where I can freshen up a bit?”, Jenny asked quietly.
“Come with me, I’ll show you!” The nurse smiled and linked her arm with Jenny’s.

Jenny woke up when a hand was gently stroking over her head. Marc and Tina were next to her. The sun was already up and Jenny could hardly believe she slept for so long in this crouched position at the edge of Barry’s bed.
“Hi, Jenny! We brought you some coffee!” Tina handed her a steaming cup. “Any changes?”
“Good morning, you two. Thanks for the coffee. No, nothing. Everything remains the same.” Jenny got up and stretched. At that moment the door opened and Doctor Cartwright entered the room with four medical students.
“Good Morning, everyone!” He walked over to Barry’s bed, checking the monitor with a critical eye. “Well, it looks like he made it through the night rather well. Mister Warren, can I quickly talk to you and the two ladies outside?”
Jenny nodded and followed the doctor outside the room.
“Listen”, Doctor Cartwright finally said. “I know you are all very worried, but his condition seems to be stable right now. There is nothing you can do for him at the moment so I would suggest you go home. Freshen up, have a rest. I have requested lot of tests to be done today which will probably take until the evening. Please make good use of this time as well.” He reassuringly tapped Marc’s shoulder.
“Okay, Doctor!” Marc nodded.
“Can I come back tonight?”, Jenny asked in a frightened voice.
“But of course, Miss Bruckner!” Doctor Cartwright sent her a friendly smile.
“I’ll even take you back here tonight, Jenny!”, said Tina, shaking the doctor’s hand. “But for now we’ll go home. You are staying with us.”
Jenny nodded gratefully and hugged her friend.
The sun was just going down when Jenny came back to Barry’s bed at night. She was surprised, because the doctor’s had taken Barry off the machines. No more tubes or annoying beeping or humming noises. The young woman took a deep breath. This was a good sign!
She sat down at his bedside and stroked Barry’s hand.
“Hi, Barry!”, she whispered. “You scared me! What on earth are you doing?” She studied his face. He looked like he was peacefully asleep. Jenny took another deep breath. “When I found out about your heart attack, I immediately came back on the first available plane. You won’t believe how I regretted not staying with you. Oh, Barry, I wish you would wake up and tell me all this isn’t my fault and just a bad dream!” Jenny sobbed and kissed Barry’s hand. Her tears dropped on his soft skin that was so familiar and yet so strange. “Please Barry, wake up again. I have so much to tell you!” She thought about the child she was carrying. Impossible to imagine the little guy would have to grow up without a father. She took Barry’s hand and covered it with tender little kisses. “It is so weird … Tina and I came to Palm Springs to see how you lived and who the real Barry was. I would never have imagined falling in love with you. And I would never have thought I could worry about you so much. But the paths of destiny are mysterious, Barry. Which is why I am here now, having left everything in Germany behind and all I want is look into your eyes and feel your kiss when I tell you that we are going to have a child together.” Jenny paused. She looked into Barry’s face which was dimly lit by the last rays of sunshine of this passing day. Yes, she loved this man. Yes, she wanted to be with him – now and forever.
She stroked his cheek, took his hand with a firm grip and fell back onto the upholstered chair.
Deep darkness now filled the room. Everything around her was quiet, except for the monotonous humming of the air conditioning that made Jenny fall asleep eventually.

She dreamed she was visiting his Mom’s grave with Barry. The leaves on the trees murmured gently. A cool breeze stroked through her hair and brought over the delicate voice of a child from the nearby meadow. “Mommy! Daddy!”
Jenny turned to Barry and smiled at him. He beamed back at her, gently pressing her hand.

What a nice feeling, Jenny thought still half asleep. Again she felt his soft skin and the pressure of his hand. Like a dream! Suddenly she woke up started. This wasn’t a dream! It was real! In the early morning light that Barry had opened his eyes and smiled at her.

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Memory Of A Dream II comes May 2009 (In German)
My Name is Catrin and I am from Germany. I admire Barry Manilow and I saw Barry for the first time on German TV in 1975. I was 8 years old and knew I would follow him for the rest of my life. I am originally from East Germany and never managed to get any information or material on Barry before the fall of the Wall. Mr. Manilow never visited East Germany. Pitty! Shortly before the fall of the Wall in 1989 Barry visited West Germany and sang “Keep Each Other Warm”. This is still my favourite song after 20years. After the fall of the Wall I took care of my family. Shortly after that I became very ill. I spent a lot of time in Hospitals and never had the opportunity to see Barry perform live. My illness stops me from leaving my home and therefore I will probably never be in a position to see Barry live. I have learned to live with the situation. In 2003 I decided to create my own website dedicated to Barry Manilow. I would have never been able to do this without the help of a very good friend, Christina. For this I would like to thank her from the bottom of my heart. During the 3 years of intense work I have made many friends (Fans) from around the World. Fans from Russia, Japan, England, France, Brasil, America, Belgium and Argentina. My friends give me the feeling that I am doing something worthwhile and without them I would have never been able to continue with this work. They and Barry give me the strength, even on bad days, to carry on. I know many of my friends are very grateful for all I do, therefore I would like to thank each and every one of them.It is incredible that one man can arouse enthusiasm all over the world - this is something that inspires me.Barry is a person who has never stopped loving his fans – Isn’t that true Barry? He can always rely on the support of his fans through good times and bad times. Let’s go back to 1971 – Wow! Barry sat at the Piano for Bette and nobody back then, not even himself, ever thought that this man would become a World star. His backing vocals were anything but nice – my opinion.The song with Bette “Do You Wanna Dance” (Push, Push) or “Sweet Life” from 1972 which became a Hit. His success finally started in 1975 with “Mandy” – and the fan world belonged to Barry. Hits like “Could It Be Magic”, “I Write The Songs”, “Tryin’ To Get The Feeling”, “Copacabana”, “Even Now” and more followed. I think Barry’s success is partly down to the fact that he surrounded himself with the right kind of people (friends)To name a few - Ron Dante, Artie Butler, Lee Gurst, Garry C. Kief, Marc Hulett, Bruce Sussman, Jack Feldman.The list would be too long to mention everyone. One person particularly has played the biggest part in Barry’s life, Garry. I think Barry’s career would not have been like this if it had not been for him. We all only ever see Barry but forget that there are other people who work very hard for him. I have made contact with many people who have worked with Barry over the years and they have all said the same thing “It was an honour to have worked with Barry”. I find it a shame that Barry never recorded all of the songs he sang, I bet some of them would have been big hits. Just to name a few: Come Back Carrie, Look I'm In Love, Learnin' To Live Without You, Look At Me Now, April Showers, Bei Mir Bist Du Schön, Carolina In The Morning, How Deep Is The Ocean, I'm Hip, In The Mood For Love, Look At Me Now, Nobody Knows My Song, Sunrise, Sunset, Time After Time, A Man Like Me and more. Maybe we can hope that one day he will record some of these songs. We all know Barry is a perfectionist, and that is good. He would have never achieved what he has otherwise.He has performed over 3000 concerts, sold 75 mio albums.
LEA Magazine 18. März 2009

Prisoner in her own 4 walls. I was breathless, cold sweat was pooring from my forehead, I began to hyperventilate and eventually colapsed She still shakes when thinking about her last visit to the market, even though it is more than 13 years ago explains the 42 year old.. As soon as I left home I started to panic, sweat and my heart would race. I was scared to death. I asked myself what was wrong with me.It got worse from day to day and the doctors were clueless. During a routine check up at her GP's surgery she colapsed and a cosulting emergency doctor recognised her condition as being claustrophobia. "At first I was shocked but then releived to find a name for my condition" Catrin was determined to fight her condition. I spent 8 months in Hospitals and received therapy and was prescribed strong medication. Unfortunately without success, I was totally frustrated, how should my life go on? I cried many nights and then made the decission to live my life with the handicap and make the best of it. What normal is for her sounds awful for outsiders. I have not left my house for 10 years but I've got used to the situation. I make all my purchases online, everything gets delivered to my doorstep. Even my GP comes to my home, it works very well. If I do feel like I'm suffocating I pet my guieapig Susi and listen to CD's of my favourite singer Barry Manilow. I can dream myself into a normal life when I listen to his music....




BILD Chemnitz 28.März 2009

Catrin Zahn from Kirchberg has been a prisoner in her own house for 10 years. Catrin Zahn suffers Agoraphobie, a special type of claustrophobia. ... her life ends on her doorstep, her horizont is her windowsill. Catrin Zahn has not left her home for 10 years. "It all started 1992" she tells. "I had pains in my limbs, went from doctor to doctor, nobody could help me." As soon as I left home I started to panic, sweat and my heart would race. I was scared to death. On my return home I felt as if I'd run a marathon. The fear ate up all of my strength. Her Letterbox is 300 m from her house door - not within reach. Birthday's, Weddings, Family gatherings all take place without her "I try to make the best out of each situation". She looks after the accounts of the small Building Business her husband Rene (45) and son Enrico (21) run. All her shopping is done online and she maintains a Web-Fan-Site dedicated to the US singer Barry Manilow. Catrin;" His songs bring sun into my heart, I have written 2 novels, they are about a Love between a Star and a fan....... Thanks Karolina for the transled.......